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INFOCENTRUM

Text der Informationstafel am Ortseingang

Foto
Der Ort Wiska erscheint in schriftlichen Quellen zum ersten Mal ums Jahr 1400.

Die verschiedensten adligen Eigentümer wechselten sich ab – Grund und Boden gehörten damals dem Adel und der Kirche – und schon Ende des 16. Jhdts. war das Dorf unter zwei oder mehrere Eigentümer aufgeteilt.
Als Teil des Konfiskationsguts nach dem verlorenen Ständeaufstand gelangte das gesamte Gebiet Hirschberg (Doksy) – Bösig (Bezděz) – Weisswasser (Bělá pod Bezdězem) in die Hände Albrechts von Waldstein (Wallenstein), der es seinem Friedländer Herzogtum einverleibte. Nach seiner Ermordung 1634 wurde wiederum sein Eigentum konfisziert und Wiska in mehrere Teile aufgespalten: der Grossteil des Dorfes bildete das „Gut Wiska“ des Augustinerklosters Weisswasser. Ende des 17. Jhdts. gelangten die Herrschaft Hirschberg – Bösig sowie Weisswasser, zu dem das aufgeteilte Wiska gehörte, wieder ans Geschlecht der Waldstein, bei dem sie, zwar zusehends verkleinert, bis zum Jahre 1945 verblieben.
Während im Nebendorf Brezowitz immer die tschechische Sprache vorherrschte, sprach man in Wiska wahrscheinlich seit dem 30 – jährigen Krieg, mit Sicherheit aber während des ganzen 18. und 19. Jahrhunderts und vorwiegend bis in die Hälfte des 20. Jhdts. deutsch. Die Kontinuität jahrhundertelanger Tradition wurde dann durch den 2. Weltkrieg und die darauffolgende Vertreibung der Hälfte der Bevölkerung 1945 abrupt beendet. Auch die zahlenmäβig stärkste Familie im Dorf musste gehen, die Kummers, aus denen der bis jetzt bekannteste Wiskaer stammte, der einst gefürchtete Räuberhauptmann Wenzel Kummer. Dieser wurde in der Oberlausitz, seinem hauptsächlichen Standort, „böhmischer Wenzel“ genannt, woraus die Tschechen „Bimschwenz“ machten. Im Gegensatz zu Brezowitz mit seiner legendären Räuberhöhle „Petrowina“ und den ebenfalls legendären Räubern „die Petrower“ (nach dem Roman des tschechischer Lehrers und Heimatschriftstellers Karel Sellner) hat damit Wiska seinen authentischen Räuber, der tatsächlich existierte.

Er wurde 1767 im abseitsliegenden Haus Nr. 22 (bis etwa 1820 Nr. 5) geboren, wo sich seit 2007 eine Gedenktafel befindet. Auβer schweren Strafen für wiederholte Desertion verkraftete er auch die Führung dreier Räuberbanden (der böhmischen, der lausitzer und der schlesischen), deren jede etwa 20 Mann zählte, und insgesamt 10 Gefängnisausbrüche, zum Teil in Ketten, Hand – und Fuβschellen.
Im Jahre 1817 wurde er wieder in Böhmen gefangengenommen, und nach 5 Jahre dauerndem Militärprozeβ beim Oberkommando des Böhmischen Heeres in Prag zu 20 Jahren Zwangsarbeit in schweren Eisen, und mit 2 Tagen in der Woche bei Wasser und Brot, verurteilt, die er nach Auskunft der Behörden, an „unbekanntem Ort“ verbüβte. Dieser Ort war Josefstadt (Josefov) unweit Königgrätz, wo er im Spätsommer 1842 entlassen wurde. Im darauffolgenden März verstarb er in seinem Heimatort Wiska als Dorfarmer, um den sich nach dem Gesetz die Einwohner reihum zu kümmern hatten, auf dem Ofen seines ehemaligen, im Bunzlauer Gefängnis umgekommenen Bandenmitglieds Schafranka, Haus Nr. 3 am Dorfplatz.

Der Ruf Kummers entsprach ganz dem seines Vorgängers, des böhmisch – lausitzer Räuberhauptmanns Karasek aus Prag – Smíchov, eines ebenfalls deutschsprachigen Böhmen, mit dem er auf der Gedenktafel der Festung Bautzen, wo beide einsaβen, verewigt ist. Und dieser Ruf war auch nach seiner Unschädlichmachung lebendig genug, um einen Mácha zu seinem „schrecklichen Herrn der Wälder“ zu inspirieren.
R. Heina, Víska

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